Was ist ein faires T-Shirt wert? #wearthechange

Was ist ein faires T-Shirt wert? #wearthechange

Wie viel ist Deutschland ein faires T-Shirt wert? #wearthechange

Den Preis, den Deutschland für ein faires T-Shirt bereit zu zahlen war, lag zwischen 1€ und 39€.

Die letzten Retouren sind abgearbeitet und die Spende ist überwiesen.

 

Das Projekt #wearthechange war ein voller Erfolg. Zugegeben, es hätte auch ziemlich in die Hose gehen können, aber wir hatten Hoffnung, dass die Menschen das Angebot nicht ausnutzen.

 

Ich hatte das #wearthechange T-Shirt nachts freigeschaltet und somit den Startschuss zum kaufen gegeben. Allerdings bestellt niemand nachts, dafür aber früh morgens. Die erste Bestellung kam um ca. 7 Uhr in der Früh rein, in den ersten 3 Stunden passierte nicht wirklich viel. Dann aber ging es los, die ersten Blogger schrieben über das faire T-Shirt, das man zum Wunschpreis erstehen konnte. Zum Mittag bekamen wir dann über 30 Bestellungen und so ging es fast 14 Tage am Stück durch. Wir hatten einen Nerv getroffen. Jeder wollte ein Shirt, noch heute wollen die Menschen ein faires T-Shirt von uns, leider ist es aber ausverkauft 😉

 

Manche Leute haben es auch ausgenutzt, ein T-Shirt für ein 1€ zu kaufen. Zuerst hat mich das sehr geärgert, dann aber dachte ich mir: man, nicht jeder hat 20€, 30€ oder gar 80€ für ein T-Shirt übrig. Daher ging der Ärger schnell vorbei und wir freuten uns, dass wir auch den Menschen, die vielleicht sonst nie so ein T-Shirt kaufen würden, die Möglichkeit geben konnten, ein faires T-Shirt zu erwerben. Aber wie gesagt, die 1€-T-Shirt waren die Minderheit.

Erst wollten wir veröffentlichen, wie viele T-Shirts wir verkauft haben. Dies lassen wir jedoch, es sei denn, die großen Medien wollen das puplizieren, dann werden wir es tun.

 

Die Retourenquote war bei den T-Shirts sehr gering. Das lag wohl an der aussergewöhnlichen, langen Story hinter dem fairen T-Shirt.

 

Der Deutsche ist also bereit, für ein faires T-Shirt 13,46€  auszugeben.

 

Bei der Personengruppe die mehr als 17,29€ bezahlt haben, lag der Durschschnittwert für ein faires T-Shirt bei 31,69€.

 

Das lasse ich jetzt erstmal so stehen. Wenn Ihr noch Fragen habt, stellt diese bitte in den Kommentaren und ich werde sie beantworten.

Wir bedanken uns bei jedem einzelnen von euch, weil ihr aus diesem Projekt eine echt coole Nummer gemacht habt!

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Hier der Urspungspost: #wearthechange – Wie viel ist dir dein T-Shirt wert?

daniel
daniel.schmidt@lillika-eden.de
17 Comments
  • Herzlichen Glückwunsch zum positiven Ergebnis der Aktion! Werdet ihr die T-Shirts wieder/weiterhin ins Sortiment aufnehmen? 🙂

    5. September 2016 at 13:24
  • Das Ergebnis stimmt durchaus nachdenklich, zeigt es doch, dass selbst informierte Kundinnen – im Durchschnitt – noch nicht einmal bereit sind, die offen gelegten Gestehungskosten zu bezahlen (17,30 €) – geschweige denn eine vertretbare Gewinnmarge.

    Wie viele haben denn teilgenommen (nur Frauen)? Und wie viele Shirts wurden verkauft?

    6. September 2016 at 11:07
  • Eva
    Antworten

    Hallo,

    der Mittelwert von 13,47 stimmt mich im ersten Moment auch nachdenklich – wenn es aber ein paar schwarze Schafe gab, die nur einen Euro gezahlt haben drückt das natürlich den Preis. Meinst du du kannst noch den Median ausrechnen – der ist gegen Ausreißer unempfindlich und gibt den Wert an, den die Hälfte der Personen mindestens bereit sind zu zahlen. Geht mit Excel relativ easy :-).

    Liebe Grüße, Eva

    7. September 2016 at 15:37
  • Ah ich seh schon, da wurden exzellente Fragen gestellt.

    Dass jemand auch frech und ohne Not mit 1€ zuschlägt, kann man sich auch denken, aber das habt Ihr de facto mit der Aktion ja zugelassen. Kann man das wirklich als Ausreißer sehen? Denn manche oder mancher liest vielleicht gar nicht so genau die Hintergründe und denkt sich das vielleicht sehr einfach: “Wird schon passen, sonst hätten sie das nicht gemacht.” Interessant ist IMHO der Durchschnittswert ab dem empfohlenen Preis von – wie war das, €17,30? – , denn da kann man von der wirklichen Informiertheit ausgehen.

    So oder so, das war eine tolle Aktion und interessant dazu.

    7. September 2016 at 16:24
  • Eine wirkliche tolle Aktion. Schön, dass ihr noch mehr Shirts in das Programm nehmt. Ich trage meins immer liebend gern und würde mich über eine kleine Auswahl freuen.
    Vor allem möchte euch an dieser Stelle aber auch danken, dass ihr so offen gewesen seid und uns Kunden einen Einblick in die Produktionskosten gegeben habt. Ich glaube, auch informierten Kunden ist das nicht immer alles so bewusst.

    Interessant finde ich ja, dass Männer im Schnitt bereiter scheinen, mehr Geld dafür auszugeben.

    7. September 2016 at 17:44
  • Was für eine coole Aktion, mit einem interessanten Ergebnis. Bin gespannt auf den Durchschnittswert ohne die 1Euro-Leute.
    Leider ist die Aktion an mir selbst vorbeigegangen, da habe ich wohl ziemlich gepennt.

    7. September 2016 at 20:01
  • Hey ihr Lieben, ich persönlich liebe mein Shirt und finde cool, dass so viele mitgemacht haben. Die 1-Euro-Shopper senken halt den Durchschnitt, was solls! Viel wichtiger ist, dass die meisten bereit waren 30 Euro und mehr zu bezahlen – das verdient ein großes #YEAY – alles Liebe von der begeisterten “wearthechange”-tragerin, Hollightly

    9. September 2016 at 9:50
  • Eure Aktion ist super klasse. Genau das ist der Punkt: Bei uns weiß keiner mehr, was Kleidung eigentlich wert ist. Alles was ihr hier schreibt, kann ich nur unterstützen: Auch der “ideelle Wert” der Kleidung (bsp. löchriges, fleckiges Shirt, das doch nicht weggeworfen wird…) sollte viel mehr berücksichtigt werden – Kleidung ist eben nicht nur ein Gegenstand, sondern ein Teil von uns… Schon allein deswegen sollte ihm Wertschätzung entgegen gebracht werden – und auch demjenigen, der es gemacht hat (z.B. durch faire Bezahlung).
    Ich denke oft, man müsste wieder viel mehr lernen, Kleidung selbst zu machen, um zu sehen, wieviel Arbeit darin steckt. Wenn ich mir vorstelle, dass vor 100 Jahren ein braves Mädel sich ihr Dirndl selbst genäht hat und man ihren Fleiß und Ausdauer an der gelungenen Stickerei ablesen konnte, dann kann man sich denken, dass sie ein solches Stück ihr Leben lang wertschätzen wird. Nicht dass ich jetzt will, dass wir uns alle Dirndl nähen – und bestimmt sind viele Mädels im Handarbeitsunterricht verzweifelt – aber vielleicht kommt durch das Beispiel rüber, was ich meine.
    Ich habe selbst einen kleinen Werkstattladen in Markdorf am Bodensee und stelle hier Damen und Kindermode her und verkaufe Bio-Kleidung am liebsten von deutschen Produzenten. Für mich ist der Leitspruch: Ich möchte Dinge haben, die so hergestellt sind, wie ich selbst gerne lebe: Gerecht bezahlt in einer sauberen Umwelt.
    Dass das zu höheren Preisen führt, ist absolut klar (vergleiche Löhne bei uns und in Bangladesh). Aber nur wenn ich den Lohn zu zahlen bereit bin, den ich selbst für meine Arbeit verlange, ist es fair! Wenn man sich das in letzter Konsequenz durchdenkt, müsste man auf vieles verzichten – mein Handy würde vielleicht 3000,- EUR kosten? Könnte ich mir gar nicht mehr leisten! Uff.

    26. September 2016 at 21:30

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