100% vegane Baumwolle?! Ähm, ja…

100% vegane Baumwolle?! Ähm, ja…

Heute geht es um vegane Mode. Gerade kam ein Kommentar rein, zu meinem letzten Blogbeitrag “Werbung mit Handarbeit? Ernsthaft?“.

 

Und zwar schrieb die Lisa “so true… Einen Shrit weiter geht das vegane T-Shirt aus 100% Baumwolle. ääääh….. 🙂”

 

Da dachte ich, recht hat sie.

 

Wir werben ja auch mit veganer Mode… Veräppeln wir jetzt unsere Kunden? Nein!

 

Ich versuche mal, etwas Licht in die Welt der “veganen Mode” zu bringen…

 

vegane

  Was bedeutet vegan? Im Prinzip ganz einfach: Ohne tierische Inhaltsstoffe. Ohne Tierversuche. Kein Leder. Kein Pelz. Keine Kleber mit tierischen Inhaltsstoffen. Keine Knöpfe aus Horn. Färbung ohne tierische Inhaltsstoffe.

 

Also ein T-Shirt als “vegan” zu bezeichnen ist eigentlich Quatsch, da fast alle T-Shirts aus 100% Baumwolle sind und selbst die mit Elasthananteil ändern daran nichts. Na ja, es gibt da ein paar Experten, die ihre T-Shirts mit Leder veredeln. (Diese Schweine!)

 

Wir zum Beispiel verzichten ganz bewusst auf alle tierischen Produkte, da es absoluter Mist ist, Leder oder Pelz zu nutzen.

 

Es gibt junge Modelabels, die als neues Supertalent gefeiert werden, weil diese tote Tiere als “Gürtelrock” verwenden. Das zeigt mal wieder, wie innovativ die deutsche Modewelt ist….

 

Warum sollte man Leder oder Pelz verwenden? Für Leder gibt es super Alternativen wie z.B. Kunstleder, wo keiner von euch den Unterschied erkennen würde. (zum Beispiel unsere “June Bag“)

 

Wozu Pelz tragen? Mal abgesehen davon, das man in einigen Gebieten, z.B. in Berlin, ziemlich gefährlich mit so was lebt.

 

Also fragt beim Shoppen nach, ob die Produkte ohne tierische Inhaltstoffe sind… Sei es der Kleber oder der Knopf aus Horn.

 

Mehr Infos zum veganen Lifestyle findet ihr auf PETA.

daniel
daniel.schmidt@lillika-eden.de
5 Comments
  • Servus!

    Ich verfolge euren Blog und eure Webseite schon seit längerem und fühle mich nun doch zu einem kurzen Kommentar hingerissen, da wir das Thema auch in den vergangenen Wochen/Monaten hatten.
    Generell hast du schon recht. Ein T-Shirt aus 100% Baumwolle (wenn man mal den Aufdruck und ggf. die Färbung ignoriert) ist meist vegan. Es ist aber durchaus möglich, dass bei der Färbung tierische Produkte zum Einsatz kommen. Das ist sicherlich nicht der Regelfall, aber möglich, da es eine große Vielzahl an Färbungen gibt.

    Viele Grüße,
    Stefan

    11. Mai 2016 at 15:23
      • Vielen Dank Daniel!
        Ich hoffe, das wirkt jetzt nicht zu harsch, aber meiner Meinung nach kann man es auch übertreiben. Kleidung ist für mich vegan hergestellt, wenn keine tierischen Produkte bei der Herstellung verwendet wurden. Sei es Leder, Fell oder aber auch bei der ‘Veredelung’ (z.B. der Färbung). Ansonsten wird man es schlicht und einfach nicht vermeiden können, dass Tiere z.B. beim Transport der Textilien oder der Ernte der veganen Fasern zu Schaden kommen. Sei es dass Reh, dass vor den LKW läuft oder auch nur die Fliege, die auf der Windschutzscheibe landet. So leid es mir tut, aber das lässt sich kaum vermeiden.
        Viele Grüße,
        Stefan

        12. Mai 2016 at 14:46
        • Denise Marzell
          Antworten

          “Kleidung ist für mich vegan hergestellt, wenn keine tierischen Produkte bei der Herstellung verwendet wurden.”

          Ich suche schon länger nach Kleidung, auf die das zutrifft. Ich habe bisher keine gefunden, bei der das absolut transparent und ehrlich gesagt werden kann.
          Ich kopiere hier einfach mal einen Link rein als Beispiel. Der Text hat mir mal wieder ein wenig mehr Einblick gegeben: http://www.biostoffe.at/blog/sind-die-stoffe-bei-biostoffeat-vegan.html

          Wenn schon bei GOTS-zetifizierten Stoffen tierische Fette in der Schlichterei genutzt werden und dort ein Überblick über alle Produktionsschritte kaum möglich ist, wie kann dann irgendein Stoff überhaupt als “vegan”deklariert werden? Ich rede auch nicht von “aus Versehen nicht vegan” (ein Reh, das vor den LKW läuft) Ich rede von Produktionsschritten, die ganz einfach niemals angegeben werden und über die man auch auf den ganzen ach so fairen, veganen, ökologisch-tollen Fashionlabel-Webseiten nichts zu lesen bekommt. Praktiken, die immer noch aus unserer Ignoranz heraus Alltag sind, auch bei angeblich veganen Stoffen.
          Wie kann man behaupten, ein Stoff sei vegan, wenn man nicht mal weiß, dass es einen Arbeitschritt namens “Schlichterei” gibt und dort womöglich tierische Fett genutzt werden? Ich wusste das bis vor dem Text da oben jedenfalls noch nicht. Oder wusstet ihr was davon?
          Denn Angaben zu diesem Produktionsschritt machen Seiten wie manomama, ethletic, bleed etc pp. scheinbar ja dann doch nicht. Ich bin aber dankbar für einen Tipp auf eine Marke, die sich wirklich darum bemüht, von Anfang bis Ende alles transparent vegan zu halten.

          Ich denke, wir Veganer gehen immer noch (!) viel zu idealistisch, oberflächlich, selbstgerecht und ignorant an viele Sachen ran. “Das ist nicht vermeidbar! Also soll es mir egal sein.” Sowas hört man oft bei Sachen, die sehr wohl vermeidbar sind. Von Leuten, die keinen Bock hatten, sich näher zu informieren. Dazu gehören auch viele Veganer.

          Als Veganer sollte man doch verstanden haben, dass man es nie perfekt machen kann und auch man selbst immer wieder Fehler macht. Aber dass man auch immer versuchen sollte, es besser zu machen. Statt zu sagen; “Hey, ich hab meinen Sold erfüllt, tiefer befasse ich mich nicht mit der Materie, an allem, was trotzdem schief läuft, trag ich keine Schuld mehr. Fliegen auf Windschutzscheiben und so, nicht mein Bier.”
          Pardon, aber das hört sich für mich an wie eine grown-up-version von “Ich kaufe mein Fleisch nur beim örtlichen Metzger, das ist Bio, Freilandhaltung. Aber vegan leben, das könnte ich nicht.”
          Wollen wir genau das nicht vermeiden?
          Ich verstehe, dass man auch mal Pausen und Grenzen braucht und nicht immer den Weltverbesserer vorgeben will und kann. Aber gleichzeitig muss man sich eingestehen und bewusst halten, dass man gerade schlecht handelt zugunsten von eigener Nerven, Balance und Wohlbefinden. Dass man sehr wohl auch mal egoistisch ist und man sich das NICHT verdient hat. Denn Gutes tun sollte nichts sein, womit man sich irgendwas verdient, sondern eine Selbstverständlichkeit. Und wenn Insekten auf der Windschutzscheibe sterben, dann ist das zwar schwer vermeidbar (nicht mehr Auto fahren?)- das ändert aber nichts daran, dass man auch daran Schuld trägt und es besser machen könnte, wenn man wollte. Will man aber nicht, Comfort Zone.
          Einfach mal akzeptieren, kein Heiliger zu sein, und versuchen, ein Mensch zu sein, der sich bessert.

          12. Januar 2017 at 19:45
  • Wann ist ein Lebewesen ein schutzbedürftiges Wesen für PETA…
    Für meine Unterwäsche-Kollektion produziert aus Öko-Baumwolle (Ohne Einsatz von Pestiziden) wollte ich das VEGAN Approved Siegel von PETA bekommen um damit zu werben, weil ich als Vegetarier voll ganz dahinter stehe. Dazu benötigte ich ein Schreiben meines Stoffproduzenten (Indien), dass garantieren soll das bei der Herstellung der Baumwolle keine tierischen Produkte verwendet werden und auch Tier zu Schaden kommt. Die Antwort meines indischen Partners erstaunte mich: Da es bei der Öko-Baumwolle um ein Natur-Produkt handelt was ohne Einsatz von Chemikalien (nach GOTS) produziert und mit der Hand geerntet wird, kann er mir so eine Bescheinigung nicht unterschreiben, da es immer vorkommt das Insekten und andere Kleinlebewesen in den Baumwollblüten leben die durch den Verarbeitungs-Prozess zu Schaden kommen. Er rat mir auf konventionelle Baumwolle mit Einsatz auf Pestiziden umzusteigen um dieses Siegel zu erhalten. Das fand ich allerdings absolut absurd… Ich bin jetzt kein Fachmann, aber ich dachte das Pestizide die Umwelt und Tierwelt nachhaltig schädigt. Ich war sehr dankbar für die ehrliche Rückmeldung meines Stoffherstellers und fragte mich warum denn meine Wettbewerber Ihre Waren mit dem PETA Approved Siegel bewerben können, die exakt die selbe Öko-Baumwolle verwenden, nur von einen anderen Produzenten. Die Antwort von PETA hat mich überrascht…

    12. Mai 2016 at 14:28

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