Mode und Nachhaltigkeit – Unauflösbarer Widerspruch oder Traum- Kombination?

Mode und Nachhaltigkeit – Unauflösbarer Widerspruch oder Traum- Kombination?

 

Vor zwei Wochen habe ich eine Bewerbung von Emma Warner bekommen, einer jungen Frau aus Berlin, die sich meiner Meinung nach sehr beeindruckend mit dem Thema Mode und Nachhaltigkeit beschäftigt hat. Hier auf unserem Blog geben wir Ihr eine Plattform, Ihre Erkenntnisse einem breiten Puplikum zu präsentieren.

Eine absolute Pflichtlektüre für jeden, der sich mit dem Thema Mode und Nachhaltigkeit tiefergehend beschäftigen möchte!

 

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Mode und Nachhaltigkeit – Unauflösbarer Widerspruch oder Traum- Kombination?

 

Von Emma Warner

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

    • Einleitung

 

      •  1.1 Gedanken zur Nachhaltigkeit

 

    •  1.2 Definition von Mode

 

    •  1.3 Definition von Nachhaltigkeit 

 

    • Massenproduktion vs. nachhaltige Produktion 

 

    • 2.1 Fast Fashion 

 

    • 2.2 Slow Fashion 

 

    • Upcycling 

 

    • 3.1 Erläuterung von Upcycling 

 

    • 3.2 Wilfried Pletzinger 

 

    • Nachhaltig produzieren 

 

    • 4.1 Erläuterung von nachhaltiger Produktion

 

    •  4.2 People Tree 

 

    • Status quo unsere Gesellschaft?

 

    • Meine nachhaltige Arbeit

 

    • 6.1 Gestalterisches Konzept 

 

    • 6.2 Materialien

 

    •  6.3 Produktionsprozess des eigenen Kleidungsstücks

 

    •  6.4 Analyse und Interpretation der Eigenkreation 

 

    • Fazit 

 

    • Bibliographie

 

    • Erklärung über die selbständige Anfertigung der Arbeit

 

 

1. Einleitung

 

„The Behind the Barcode report found that out of the 219 biggest fashion brands, only half actually knew what factories their products were made in, and only a quarter of brands knew where things like zippers, buttons, thread and even the fabric came from.” *1

 

 

1.1 Allgemeine Gedanken zur Nachhaltigkeit

 

Die Industrieländer sind an einen Wendepunkt gestoßen. Wir als Gesellschaft müssen endlich erkennen, dass wir die Erde bewahren, sie zu schonen, wir dürfen nicht- weiterhin Raubmord an der Umwelt begehen. In die Überlegungen sollten auch soziale Aspekte in Bezug auf die Entwicklungsländer einfließen. Durch den Raubbau an den Entwicklungsländern treffen diese auch stets die härtesten Katastrophen. „Rund 90 Prozent der Opfer von Naturkatastrophen entfallen auf Entwicklungsländer, während die Sachschäden zu 90 Prozent in den Industrieländern liegen.”*2 So kamen bei dem schwersten Erdbeben im hochentwickelten Japan 2007 nur 11 Menschen ums Leben. Im Vergleich dazu verloren bei dem schwersten Erdbeben auf Haiti 2010 mehr als 200.000 Menschen ihr Leben und über eine Millionen Menschen verloren ihre Heimat. *3 Eine weitere Katastrophe, die auf Kosten der Industrieländer geht, ist der Gebäudeeinsturz einer Textilfabrik in Bangladesch. Durch den Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza im April 2013 starben mehr als 1.130 Menschen in den Trümmern des Gebäudes.*4 Um die 29 weltweit bekannten Marken ließen ihre Kleidung in einer der fünf Textilfabriken innerhalb des Gebäudekomplexes produzieren.*5 Aufgrund dieser Katastrophen werden immer mehr Möglichkeiten zum nachhaltigen Leben gesucht und geweckt. Nachhaltiges Leben wird auf vielen Ebenen der Gesellschaft debattiert, zunehmend auch in der Modebranche.

 

 

1.2 Definition von Mode

 

Es gibt keine Branche, die mehr Aufmerksamkeit erweckt, als die Modebranche.*6 Unser Aussehen und die Bekleidung ist schon seit Jahrhunderten ein wichtiges Thema für Mann und Frau. Aber was ist eigentlich Mode? Der Begriff Mode hat seinen Ursprung im Lateinischen „modus“ und bedeutet „Art“. Mode ist also die Art etwas zu machen oder etwas zu tragen.*7 Allerdings bezieht sich die Mode immer auf eine Zeitepoche. Sie ist nie endgültig, sondern stets im Wandel und repräsentiert den jeweiligen Zeitgeist. Darüber hinaus kann man anhand von Mode seine Persönlichkeit zum Ausdruck bringen. Es ist jedem Individuum überlassen, was es trägt und was es damit aussagen möchte. Durch Mode kann eine Person ihre soziale und politische Einstellung ausdrücken und damit auch ein Statement setzen.*8 Dieser persönliche Ausdruck wird durch Schnitt, Zeitgeist und Material der Kleidung bestimmt. Mode ist ein Verfahren, welches mit der Idee oder der Inspiration beginnt und mit dem Prozess der Herstellung des Kleidungsstückes endet. Dies bedeutet, Mode wird nicht nur als Kleidungsstück definiert, da die Kleidung das Endprodukt ist, sondern Mode beinhaltet den gesamten Prozess bis hin zum fertigen Kleidungsstück.*9 Wir ziehen jeden Tag Kleidung an, das Endprodukt von Mode, ob zum Wärmen, um uns schön zu fühlen, weil es praktisch ist oder um professionell auszusehen. Mode ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Alltags und ein Aspekt unseres Lebens. Deshalb wird zunehmend nach neuen Ansätzen gesucht, auch Mode nachhaltig zu produzieren.

 

 

1.3. Definition von Nachhaltigkeit

 

„Humanity has the ability to make development sustainable – to ensure that it meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.”*10 Der Begriff sustainable bedeutet im deutschen Nachhaltigkeit.

 

Im Duden wird dieser Begriff als „längere Zeit anhaltende Wirkung” *11 definiert. Ursprünglich entwickelte sich der Begriff in der Forstwirtschaft, wo er als Richtlinie verwendet wurde. Diese besagte, es soll nicht mehr Holz gefällt werden, als jeweils nachwachsen kann.

 

Auch in der Modewelt wächst das Bewusstsein für die Prinzipien der Nachhaltigkeit. Hierbei muss man beachten, dass die Nachhaltigkeit ökonomische, ökologische und soziale Aspekte beinhaltet. In der Ökonomie bedeutet heutzutage Nachhaltigkeit „[…] nicht Gewinne zu erwirtschaften, die dann in Umwelt- und Sozialprojekte fließen, sondern Gewinne bereits umwelt- und sozialverträglich zu erwirtschaften”.*12 Entscheidend ist hier, dass die nachhaltige Produktion von Kleidung nicht durch finanzielle nicht nachhaltige Förderung subventioniert wird, sondern vielmehr, dass sie sich selbst finanziell tragen soll. Es widerspricht der Konzeption der Nachhaltigkeit, wenn sie von Konzernen finanziert wird, die selbst nicht nachhaltig produzieren.

 

Ökologische Nachhaltigkeit ist gegeben, wenn die Herstellung eines Produktes einem weitsichtigen und rücksichtsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen entspricht. *13 Der soziale Aspekt der Nachhaltigkeit beinhaltet den Umgang sowie die Bezahlung aller an der Produktion Beteiligten. *14 Alle diese Faktoren müssen in der Produktion von Fasern und Kleidung berücksichtigt werden, um nachhaltige Mode zu schaffen.

 

Verweiße Punkt 1.1-1.3

 

2. Massenproduktion vs. nachhaltige Produktion

 

2.1 Fast Fashion

 

 

Die Mode hat sich durch den Trend zur Fast Fashion über die Jahrzehnte bedeutend verändert. Der Konsument der Massenware steckt heutzutage in einem absurden Kreislauf der Micro Trends. Früher gab es zwei Saisons beziehungsweise zwei Kollektionen pro Jahr. Heutzutage ändern sich die Kollektionen in vielen Geschäften einmal wöchentlich. Dadurch werden die gekauften Artikel zu Wegwerfartikeln, da es in unserer Gesellschaft darum geht, möglichst neue und viele Kleidung zu besitzen, um den ständig wechselnden Trends zu folgen. Deshalb werden die gekauften Artikel laut der Kritikerin Livia Firth im Durchschnitt alle fünf Wochen weggeworfen.*15 Um dies für die Gesellschaft möglich zu machen, produzieren die Modekonzerne ihre Waren möglichst billig. Dies ist nur durch die Globalisierung möglich geworden.

Die Lohnkosten in den westlichen Industrieländern wurden zu teuer, um hier weiter gewinnbringend zu produzieren. Daher wurde sie in Niedriglohnländer verlagert. In Deutschland beispielsweise wird heutzutage kaum noch produziert, die Produktion wurde nach Asien und Osteuropa verschoben.*16 Daraus folgt, dass die Ware meist nicht nachhaltig produziert wird, sondern nach den Prinzipien der Fast Fashion. „Fast Fashion bedeutet Beschleunigung: für die Globalisierung von modischem Mainstream; für die Produktion und den Handel (möglich sind zwei Wochen vom Entwurf bis zur Auslieferung!); für den Gebrauch und Verschleiß von Kleidung.”*17 Fakt ist, dass jedes Jahr geschätzt 1,5 Milliarden Kleidungstücke von 40 Millionen Menschen in 250.000 Fabriken angefertigt werden. *18

 

 

2.2 Slow Fashion

 

Um gegen den Trend von Fast Fashion anzukämpfen, durch die Millionen von Menschen unter unwürdigen Bedingungen arbeiten, muss die Gesellschaft die Slow Fashion Bewegung unterstützen. „Slow Fashion steht für nachhaltige, bewusste und ethnische Mode (…) Slow Fashion ist ein Bewusstseinswandel, die zeitgemäße Reaktion auf die Produktion von Massenware, den unkontrollierten Konsum unserer heutigen Wegwerfgesellschaft und die katastrophalen Arbeitsbedingungen vieler TextilarbeiterInnen”.*19 Es gibt verschiedene Ansätze, Textilien nachhaltig zu produzieren. Einer dieser Ansätze ist, das Anfertigen von Kleidung aus nachhaltig produzierten Stoffen. Das könnte dazu führen, dass die Arbeitsbedingungen der TextilarbeiterInnen verbessert werden. Die Produktion dieser Kleidung „(…) fordert sowohl die ProduzentInnen als auch die KonsumentInnen zu einer neuen Form von Verantwortung und Respekt gegenüber Mensch, Umwelt und Produktion heraus.”*20 Ein weiterer Ansatz ist Upcycling. Dies ist eine weitere Reaktion zur Bekämpfung der Wegwerfkultur.

 

Verweise 2.1 - 2.2

*15 http://truecostmovie.com/interview-livia-firth/
*16 http://www.mpifg.de/pu/ueber_mpifg/mpifg_jb/JB0708/MPIfG_07-08_10_Aspers.pdf 
*17 Fast Fashion, 2015, Prof. Dr. Sabine Schulze, S. 4
*18 http://truecostmovie.com/interview-livia-firth/
*19 Fast Fashion 2015, Miriam Wolf, S. 16
*20 Fast Fashion 2015, Prof. Dr Sabine Schulze S. 5

 

3. Upcycling

 

3.1 Erläuterung von Upcycling

 

Das Wort Upcycling kommt aus dem englischen und bedeutet up „hoch“ und recycling „Wiederverwertung“*21. Das Wort Upcycling wurde erstmals von dem deutschen Ingenieur Reiner Pilz erwähnt. Er sagte: „‘Recycling‘, ich nenne es Downcycling. Sie schlagen Steine kaputt, sie schlagen alles kaputt. Was wir brauchen, ist Upcycling, bei dem alte Produkte einen höheren Wert erhalten, keinen geringeren.“*22 Damit meint Pilz, dass Abfallprodukte oder nutzlose Gegenstände in ein neuwertiges Produkt umgewandelt werden. Durch die Wiederverwertung von bereits vorhandenen Materialien wird die Produktion von Rohmaterialien reduziert, und weniger Produkte gelangen auf die Abfalldeponie, wo dann weniger Sumpfgase entstehen, die der Umwelt schaden.*23 Im Upcycling gibt es zwei verschiedene Kategorien von Materialien, die verarbeitet werden können. Eine ist die post-consumer waste und die andere ist die pre-consumer waste. post-consumer waste ist das Resultat von alten Produkten, die am Ende ihres Lebenszyklus angekommen sind. Pre-consumer waste ist der Abfall, der während der Produktion in Textilfabriken entsteht.*24

 

3.2 Wilfried Pletzinger

 

Der deutsche Modedesigner Wilfried Pletzinger betreibt mit seinem nach ihm benannten Label Upcycling aus dem post-consumer waste. Es fasziniert ihn, aus dem bereits Existierenden etwas Neues und Ansprechendes zu kreieren. Außerdem ist es ihm wichtig, ökologische Aspekte zu berücksichtigen und gleichzeitig individuelle und ausgefallene Kleidungstücke für seine Kundschaft zu entwerfen (siehe Abbildung 1).*25

 

MODE UND NACHHALTIGKEIT

Abbildung 1

Der Arbeitsstil von Pletzinger zeichnet sich dadurch aus, dass er Second Hand– Sport Ware, Strickware und Jeans aus den 70er, 80er und 90er Jahren kauft und diese redesigned. Er lässt sich nicht von dem originalen Kleidungs- stück einschränken. Seine Kleidungsstücke sind deshalb sehr aufwendig, da die Formen, Muster und Schnitte der Originalware, nach denen er sich richten muss, meist sehr herausfordernd und aufwendig designed sind. Im Gespräch mit Pletzinger äußerte er zwei Hauptgründe für sein Interesse am Upcycling. Neben den künstlerischen Aspekten wäre vor allem wichtig, dass man keine Energien und Ressourcen verschwende. Auch die Produktion von Bio und Fair Trade Fasern würde Energie und Wasser verbrauchen. Abschließend äußerte er, dass „wenn man etwas Modernes aus altmodischer Kleidung macht, bekommt diese ein komplett neues Leben.“*26

 

4. Nachhaltig produzieren

 

4.1 Erläuterung von nachhaltiger Produktion

 

„The process of sustainability impels the fashion sector to change. To change towards something less polluting, more efficient and more respectful then exists today (…)”*27 Um ein neues Produkt komplett nachhaltig zu gestalten, muss man Ressourcen effizient einsetzen, die Rechte der MitarbeiterInnen stärken, Umweltverschmutzung minimieren und jegliche Verwendung von Chemikalien verhindern.

„Ours is a material world, and materials are essential to sustainable ideas (…)”*28 Probleme wie der Klimawandel, die ständig steigenden Abfallmengen und der Wassermangel sind unter anderem auf die Massenproduktion der Fasern zurückzuführen. Bei dem nachhaltigen Anbau von Fasern, muss auf verschiedene Faktoren geachtet wer- den, um als Endprodukt ein tatsächlich nachhaltiges Material zu erhalten. Neben dem ökologischen Anbau von Fasern sind dies auch die Gesundheit und die Rechte der MitarbeiterInnen. *29

 

Um wirklich nachhaltig zu produzieren, müssen alle MitarbeiterInnen unter sicheren und fairen Umständen arbeiten. Dies bezieht sich sowohl auf den niedrigen Lohn und die schlechten Arbeitsbedingungen in Fabriken, als auch auf die landwirtschaftliche Arbeit. Viele LandarbeiterInnen, die auf Baumwollfeldern arbeiten, leiden unter extremen gesundheitlichen Problemen. Dies ist das Resultat des Einsatzes von giftigen Pestiziden. Eine Statistik der World Health Organization (WHO) sagt aus, dass ungefähr drei Millionen Menschen jährlich an Pestizidvergiftung erkranken und 20.000 davon sterben.30 Außerdem sind die LandarbeiterInnen zahlreichen weiteren Anforderungen ausgesetzt wie schwankenden Weltmarktpreisen, niedriger Produktivität und einer schlechten Infrastruktur. Fair Trade Organisationen wie Cotton made in Africa unterstützen die Menschen und kämpfen gegen die schlechte Bezahlung und für bessere Arbeitsbedingungen in den Niedriglohnländern. Es wird dafür gesorgt, dass die ArbeiterInnen fairen Lohn erhalten und Schutzkleidung tragen, wenn sie mit Pestiziden in Berührung kommen. *31

Der Verzicht auf Chemikalien auf den bepflanzten Feldern wirkt sich positiv und auf das Leben der LandarbeiterInnen aus. Momentan werden Chemikalien im Wert von mehr als zwei Milliarden US Dollar auf den Baumwollfeldern der ganzen Welt eingesetzt. Die Hälfte dieser Chemikalien sind von der WHO als gefährlich eingestuft. *32 Ein Beispiel für eine Organisation, die BaumwollanpflanzerInnen dabei unterstützt, ihre Landwirtschaft ökologisch zu betreiben ist Agrocel. Das Unternehmen Agrocel hat ökologische landwirtschaftliche Methoden und natürliche Pestizide entwickelt. Die LandarbeiterInnen nutzen statt chemischer Pestizide natürliche Produkte wie Chili, Knoblauch und Seife zur Entfernung von Schädlingen. *33

Diese Beispiele – Änderung der Produktionsbedingungen der LandarbeiterInnen und FabrikarbeiterInnen sowie chemikalienfreier Anbau von Fasern – sind nur wenige von vielen Ansätzen zum nachhaltigen Anbau und Produktion der Stoffe. Um den Stoff rein nachhaltig zu produzieren, muss eine Kombination von allen Methoden verwendet werden. Darüber hinaus muss der weitergehende Prozess bis hin zur Fertigstellung des Kleidungsstücks ebenfalls nachhaltig geschehen.

 

 Verweise Punkt 4.1
 27 Kate Fletcher / Lynda Grose, Fashion & Sustainability 2012, S. 10
 28 Kate Fletcher / Lynda Grose, Fashion & Sustainability 2012, S. 12
 29 Kate Fletcher / Lynda Grose, Fashion & Sustainability 2012, S. 13ff 30 ebd.
 31 http://www.cottonmadeinafrica.org/de/ueber-uns/die-initiative
 32 Kate Fletcher / Lynda Grose, Fashion & Sustainablitiy 2012, S. 22ff
 33 http://www.agrocel.co.in/new/index.html

4.2 People Tree

 

People Tree beispielsweise ist ein Label, das für nachhaltige und faire Mode steht. Das Unternehmen versucht in jedem Schritt der Herstellung und Produktion des Kleidungsstücks nachhaltig vorzugehen. Es werden zum Beispiel die fertigen Produkte mit dem Schiff importiert. Das trägt zu Verringerung der CO2 Emission bei. People Tree arbeitet in enger Kooperation mit den FacharbeiternInnen und LandarbeiterInnen in Entwicklungsländern, um neue Lösungen für die Wirtschaft zu entwickeln und Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu globalen Märkten und damit Chancengleichheit zu gewähren.

 

MODE UND NACHHALTIGKEIT

Abbildung 2

Der Mensch und die Natur stehen im Zentrum aller Entscheidungen der Unternehmensgründerin Safia Minney, deshalb werden alle Produkte aus Bio-Baumwolle und nachhaltigen Materialien handgefertigt. Sie besucht ihre ArbeiterInnen regelmäßig (siehe Abbildung 2).

 

5. Status quo unserer Gesellschaft?

 

Die deutsche Entwicklungspolitik hat zum Ziel, wirtschaftliches Wachstum zu fördern und zugleich weltweit menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen, sowie den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Umwelt durchzusetzen. In diesem Rahmen wurde der Runde Tisch Textil mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen gegründet, um Umwelt- und Sozialstandards in der Modebranche einzuführen. *34 Wir leben in einer globalisierten Welt, in der international agierende Modekonzerne eine starke Marktmacht ausüben. Da die Prozesse der Rohstoffproduktion, Verarbeitung, Bekleidungsherstellung und der Vertrieb meist viele verschiedene Länder und Kontinente durchläuft, kann die Entwicklungspolitik jedes einzelnen Landes nicht viel bewirken. *35

Im Gespräch mit Annett Borg, der Deutschland-Koordinatorin von Fashion Revolution, einer weltweit agierenden Bewegung, forderte sie „auch die Industrie muss ansetzen, um erfolgreiche grüne Geschäftsmodelle weltweit anzuwenden und so auf großer Skala, Produktionsverfahren in China und anderen Herstellerländern nachhaltig zu be- einflussen.“ *36 Ferner sagte sie, die Industrie fördere die Wegwerfgesellschaft durch die Rücknahme von alten Kleidern, da dies den Konsum und dadurch den Ressourcenverbrauch erhöhe. Borg ist der Meinung, dass die Industrie den nächsten Schritt gehen müsse, um die Konsumenten auf das Problem aufmerksam zu machen und das Bewusstsein unserer Gesellschaft zu schärfen. Das müsse die erste Priorität der Industrie auf dem Weg zu einer nachhaltigen Produktion sein.

 

Verweis Punkt 5
 
 34 http://www.bmz.de/de/was_wir_machen/themen/textilwirtschaft/deutsches_engagement/index.html
 35 Ricarda Klever, Die deutsche Bekleidungsindustrie und ihre Zulieferer - soziologische und ökologische Chancen und Probleme 2009, S. 83
 36 Interview, Annett Borg, 27.11.2015
 

6. Meine nachhaltige Arbeit

6.1 Gestalterisches Konzept

Im ersten Teil meiner Arbeit habe ich verschiedene Arten nachhaltiger Produktion und deren Konzepte untersucht. Deshalb habe ich mich intensiv mit dem Thema der Slow Fashion auseinandergesetzt. Bei meinen Recherchen bin ich auf verschiedene De- signer gestoßen, die unterschiedliche Ansätze der nachhaltigen Mode haben.

Ich habe mich Entschlossen, ein nachhaltiges Kleidungsstück nach dem Ansatz des Upcyclings zu schaffen. Insbesondere der Besuch in Wilfried Pletzingers Atelier und das Gespräch mit ihm hat mein Interesse für seine Arbeit des Upcyclings und der Ge- danke aus alt macht neu geweckt. Dieses Konzept will ich in meinem Kleidungsstück umsetzen, da meines Erachtens dieser Arbeitsprozess größere Herausforderungen mit sich bringt. Außerdem finde ich diese Methode aus künstlerischer Sicht interessanter, weil sie mehr Kreativität erfordert.

Mein Ansatz ist es, in meiner Arbeit nur ein Medium zu verwenden. Dies erhöht den Schwierigkeitsgrad, da man mit einem Medium nur eine Faserart hat und die Schnitt- teile bei einem kleinen Ausgangsmedium aus verschiedenen Teilen zusammengenäht werden müssen. Schon sehr früh bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich mit Krawatten arbeiten möchte. Dies ist ein Accessoire, das typischerweise meist Männer tragen. Ich finde den Gedanken sehr interessant, aus einem typischen Männerkleidungs- stück ein Kleid für eine Frau zu kreieren.

Nachdem ich mich für die Verwendung von Krawatten entschieden habe, wurde mir klar, dass aufgrund der kleinen Oberfläche der Krawatten das Nähen nach einem Schnittmuster nicht möglich sein würde. Daraus folgte, dass mein Kleid deshalb aus zwei Teilen bestehen müsste. Darüber hinaus wollte ich, dass die langen Krawatten sich um den Oberkörper der Frau schlingen und dann im unteren Teil am Körper herunterhängen.

 

6.2 Materialien

 

Da ich als Material Krawatten ausgewählt habe, habe ich Männer in meinem Um- feld um alte Krawatten gebeten. Ich hatte schließlich mehr Krawatten, als ich für das Kleidungsstück bräuchte. Hieran kann man sehen, dass auch in meinem Umfeld, stell- vertretend für unsere Gesellschaft, die Menschen viel zu viele Kleidungsstücke haben. Die Männer hatten so viele Krawatten, dass es ihnen nichts ausmachte, einige davon an mich weiterzureichen.

Weiterhin habe ich einen Reißverschluss, einen Knopf und zwei Druckknöpfe verwendet. Diese habe ich aus alter Kleidung herausgetrennt. Als Hilfsmittel für meinen Prozess habe ich eine Nähmaschine, Stecknadeln, Nadeln, Garn, eine Schneiderpuppe und eine Schere verwendet. Alle Materialien meines Kleidungsstückes stammen somit aus alten Produkten, mit der Ausnahme des verwendeten neuen Bio-Garns und ent- spricht damit dem Konzept des Upcyclings.

6.3 Produktionsprozess des eigenen Kleidungsstücks

Begonnen habe ich mit dem Oberteil des Kleides. Als erstes habe ich mir zwei Krawatten ausgesucht, die farblich aufeinander passen und diese auf die Kleiderpuppe gesteckt. Die Grundidee meiner Arbeit ist, dass sich die Krawatten um den Körper wickeln sollen. Ich habe die beiden Krawatten am Ende gekürzt, damit sich die Spitzen der Krawatten am unteren Rücken treffen (siehe Abbildung 3).

 

Mode und Nachhaltigkeit

Abbildung 3

Mode und Nachhaltigkeit

Abbildung 4

Die beiden Krawatten laufen von dort unter den Armen nach oben bis sie auf der Brust zusammentreffen. Hier habe die gekürzten Krawatten zusammen genäht (siehe Abbildung 4 auf der nächsten Seite). Den restlichen Teil der beiden Krawatten habe ich als Träger verwandt. Sie laufen von hinten, wo ich sie festgenäht habe (siehe Abbildung 3), über die Schultern und überkreuzen sich über der Brust. Von hier laufen sie entlang der anderen Teile der Krawatten und werden immer schmaler bis sie unter den Armen verschwinden (siehe Abbildung 4).

 

Dort, wo sich die Krawatten berühren, habe ich sie zusammengenäht. Die Herausforderung war dabei keine Abnäher zu benötigen. Extra Nähte hätten sich negativ auf den optischen Eindruck ausgewirkt. Die Nähte dienen an der Stelle, wo die Krawatten miteinander verbunden sind als Abnäher. Die Schneiderpuppe stimmt leider nicht genau mit dem Körper meines Models überein, deshalb musste ich hier sehr präzise arbeiten.Nächster Schritt ist die Fertigung des Abschlusses des Oberteils. Da die Spitze einer Krawatte perfekt in den rechten Winkel der anderen Krawattenpasst, habe ich dort eine Krawatte angefügt (siehe Abbildung 4). Schließlich habe ich rechts und links von dieser Krawatte zwei weitere Krawatten hinzugesetzt, um die Lücken zu füllen. Diese drei Krawatten habe ich dann zusammen genäht. Die zwei Nähte dienen hier wieder als Abnäher. Um das Oberteil abzuschließen habe ich oberen und unteren Teil des Oberteils mit der Hand zusammen genäht (siehe Abbildung 5).

Mode und Nachhaltigkeit

Abbildung 5

Nun komme ich zu dem Unterteil. Meine Intension dabei war, die Krawatten aneinander zu Nähen, damit diese einen Rock bilden. Dabei habe ich auf die farbliche Abstimmung geachtet. Ich bin von der vorderen Mitte ausgegangen. Dort habe ich eine rote Krawatte platziert, auf beiden Seiten davon jeweils ein grünliches und ein bläuliches Exemplar gesetzt. Dieses Muster habe ich beibehalten, bis ich keine roten Krawatten mehr hatte. Satt der roten Krawatten habe ich deshalb grüne eingefügt (siehe Abbildung 6 auf der vorherigen Seite).

MODE UND NACHHALTIGKEIT

Abbildung 6

Die Herausforderung hierbei war, dass ich die Krawatten nach oben hin schmaler schneiden musste, sonst hätte Rock nicht perfekt gepasst. Da ich das Unterteil aus farblichen Gründen nicht direkt an das Oberteil annähen wollte, habe ich den dünneren Teil einer bereits verwendeten Krawatte genutzt, um einen Bund zwischen die Teile zu setzen. Den Bund habe ich zuerst mit dem Unterteil zusammengenäht. So wurden Unterteil und Oberteil auch farblich miteinander verbunden. Ich habe einen Reißverschluss in den Rock genäht (siehe Abbildung 7).

MODE UND NACHHALTIGKEIT

Abbildung 7

Nun habe ich das Ober- und Unterteil mit der Hand zusammengenäht (siehe Abbildung 8). Um ein auffallendes Knopfloch zu vermeiden habe ich an das rückwärtige Oberteil einen Druckknopf angenäht, um das Kleid zu schließen. Zur Dekoration habe ich einen farblich passenden Knopf auf das rückwärtige Oberteil platziert.

MODE UND NACHHALTIGKEIT

Abbildung 8

 

 

6.4 Analyse und Interpretation der Eigenkreation

Das Kleidungsstück, dass ich gefertigt habe (siehe Abbildungen 9 & 10 auf der folgenden Seite), drückt den dringend nötigen Wandel des Konsumverhaltens der Menschheit und den dringenden Wechsel zur nachhaltigen Produktion aus. In dem Kleidungsstück überwiegt eine sehr strukturierte und steife Stimmung, die ich durch Nutzung von Krawatten mit vielen eckigen und graden Mustern erreicht habe. Beeinflusst von der Größe der Krawatten und deren Muster habe ich versucht, im Oberteil diese beizubehalten. Durch meine Verwendung von rechten Winkeln wird die Ernsthaftigkeit des Themas unterstrichen und herausgestellt.

 

MODE UND NACHHALTIGKEIT

Abbildungen 9

MODE UND NACHHALTIGKEIT

Abbildungen 10

 

 

Die von mir ausgewählten Farben sollen die Aussage des Kleidungsstückes unterstützen. Im Oberteil sind die roten und dunklen Farben sehr präsent. Diese beiden Farben repräsentieren für mich zwei Aspekte. Die Farbe Rot symbolisiert die Liebe und die Leidenschaft. Aus diesem Grund habe ich das Oberteil schulterfrei und rückenfrei konzipiert (siehe Abbildungen 9 & 10). Außerdem liegt über dem Taillenbund auf der rechten und linken Seite eine freie Stelle (siehe Abbildung 11). Das Kleid ist für besondere Anlässe gedacht, welche mit Liebe und Leidenschaft in Verbindung gebracht werden können. Anderseits kann die Farbe Rot, die in unserem Kulturkreis für Achtung und Gefahr steht, auch mit der Erderwärmung und dem Klimawandel assoziiert werden. Die Farben Schwarz und Grau stellen für mich dem negativen Aspekt der Massenproduktion von Kleidung dar.

MODE UND NACHHALTIGKEIT

 

Der Rock des Kleides besteht aus roten, dunklen, blauen und grünen Farbtönen. Die Verwendung der roten und dunklen Töne habe ich bereits bei der Deutung des Oberteils beschrieben. Die grünen und blauen Töne repräsentieren die Natur, die wir als Gesellschaft schätzen sollten sowie schonen und bewahren müssen. Blau symbolisiert das Wasser, das durch die Massenproduktion von Kleidung verschmutzt wird. Grün steht für Natur und die Erde, aber auch für Gleichgewicht und Harmonie. Ich bin der Meinung, dass unsere Gesellschaft ein Gleichgewicht mit der Natur finden muss, unsere Erde schützen und bewahren muss. Dies kann nur geschehen, wenn der Mensch sich mit seinem Verhalten auseinandersetzt und erkennt, dass ein Umdenken stattfinden muss. Die Farbe Grün symbolisiert diese Hoffnung.

Über der Brust ist deutlich ein Kreuz zu erkennen, dieses habe ich absichtlich als Warnzeichen für die Industrienationen gesetzt. Der ökologische Faktor wird durch die roten Krawatten im Oberteil repräsentiert. Diese wickeln sich absichtlich um den Körper und symbolisieren somit die immer häufiger auftretenden Naturkatastrophen.

Krawatten werden in der Regel von Geschäftsleuten getragen, die profitorientiert denken. Durch das Upcycling von Krawatten weise ich darauf hin, dass vor allem diese Gruppe von Menschen umdenken muss. Ohne ein Umdenken der gesamten Gesellschaft, insbesondere in der Wirtschaft, wird eine nachhaltige Produktion nahezu unmöglich sein. Eine nachhaltige Produktion von Kleidung ist mit hohen Anfangskosten verbunden, die zunächst zu kleineren Gewinnen führt. Wenn ein Umdenken in unserer Gesellschaft stattfindet und die KonsumentenInnen bereit sind, mehr Geld für nachhaltige Kleidung auszugeben, werden sich die Gewinne der Modeunternehmen langfristig wieder stabilisieren.

 

7. Fazit

Ziel der vorliegenden Arbeit war es zu untersuchen, ob die Nachhaltigkeit von Mode ein unauflösbarer Widerspruch oder eine Traumkombination ist. Anhand der ausgewählten Beispiele konnte ich darlegen, dass eine nachhaltige Produktion von Mode prinzipiell möglich ist. Wilfried Pletzinger macht es durch Upcycling möglich, aus alten Kleidungsstücken etwas Neues zu erschaffen. Es muss jedoch festgehalten werden, dass die Mode des Upcyclings sehr auffallend und extravagant ist und daher nur bedingt den Massengeschmack abbilden. Der Großteil der KonsumentenInnen wird sich immer dem jeweiligen Trend anschließen wollen. Darüber hinaus hat Pletzinger erwähnt, dass Upcycling für große Marken nur sehr bedingt und nicht in großen Auflagen möglich ist. Allerdings gäbe es einzelne Labels, welche aus dem pre-consumer waste aus Webereien ihre Kollektionen anfertigen. *37 Auch ich musste während des Prozesses der Herstellung meines Kleidungsstücks feststellen, dass das Produzieren aus post-consumer waste sehr aufwendig und kompliziert ist.

 

Das Unternehmen People Tree schafft es, durch enge Kooperation mit den Menschen in Entwicklungsländern fair und nachhaltig zu produzieren. Ich bin der Meinung, dass Nachhaltigkeit im Widerspruch zu unserer globalisierten, profitorientierten Wirtschaft steht. Der Massenkonsum wird durch ständig wechselnden Kollektionen, niedrigen Preisen und massive Werbung angeheizt. Dies hat zur Folge, dass das Bewusstsein der Menschen für Nachhaltigkeit in der Mode noch kaum ausgeprägt ist und nachhaltig produzierte Modelabels auf Grund der höheren Kosten ein Nischendasein führen. Die Marktmacht der großen Modekonzerne erschwert es Designern mit nachhaltigen Konzepten ihre Produkte am Markt abzusetzen. Also kann festgehalten werden, dass es zwar möglich ist nachhaltig zu produzieren, aber es in unserer momentanen Gesellschaft nur eine sehr kleine Nachfrage gibt. Daher haben die Modeunternehmen momentan noch keinen Anreiz nachhaltige Mode zu produzieren. Deshalb ist realistischerweise Mode und Nachhaltigkeit wirtschaftlich gesehen auf absehbarer Zeit leider noch keine Traumkombination.

Nachhaltige Mode betrachtet nicht nur den wirtschaftlichen Aspekt, sondern muss auch die ethischen und sozialen Aspekte, wie zum Beispiel die Arbeitsbedingungen in der dritten Welt berücksichtigen. Dafür das Bewusstsein der Menschen in westlichen Industriegesellschaften zu schärfen, wird ein langwieriger Prozess. Dies ist gut am Beispiel von biologisch angebauten Lebensmitteln zu erkennen. Noch vor ca. 15 Jahren waren Bioläden kleine Einzelhandelsgeschäfte. Mittlerweile gibt es viele Biosupermarktketten, die schon allein durch ihre Vielzahl in das öffentliche Bewusstsein gerückt sind, dies kommt auch der aufkommenden Nachfrage nach nachhaltiger Mode zugute. Man kann vermehrtes Interesse an diesem Thema beobachten. So zum Beispiel wurde aktuell im Tagesspiegel vom 5. Dezember 2015 wurde unter der Überschrift „Die Verbesserung der Welt“ über das Thema Ökomode berichtet. Dort wurde ausgeführt, dass nachhaltig produzierende Unternehmen nicht mehr an Produktionsbedingungen und Zertifizierungen arbeiten, sondern mittlerweile bereits an der modischen Aussage arbeiten. *38 Es gibt bereits spezielle Studiengänge zu nachhaltiger Produktion von Mode, und es interessieren sich immer mehr junge Menschen für dieses Thema. Obwohl das Bewusstsein zur nachhaltigen Mode erst in Ansätzen in unsere Gesellschaft vorhanden ist, möchte ich abschließend sagen, dass Mode und Nachhaltigkeit für mich eine Traumkombination ist. Ich bin der Meinung, dass unsere Gesellschaft auf dem richtigen Weg zur nachhaltigen Mode ist. Dieser Weg muss jedoch konsequent so- wohl von den KonsumentenInnen, der Politik und der Wirtschaft weiterverfolgt werden. Abschließen möchte ich meine Arbeit mit dem Zitat von Annett Borg:

 

„Nachhaltigkeit ist kein Trend der Modebranche, sondern ein absolutes Muss – nur ein Umdenken im Verbraucherverhalten kann uns langfristig voranbringen, um Kleidung zu produzieren, die nicht gesundheitsschädlich ist und deren Produktionsweisen fair und im Einklang mit der Natur sind.“ *39
Verweise Punkt 7

 37 Interview, Wilfried Pletzinger, 02.12.2015
 38 Grit Thönnissen, Der Tagesspiegel, 05.12 2015, S. 30
 39 Interview, Annett Borg, 27.11.2015

 

Dieser Text wurde von Emma Warner geschrieben.

 

 

 

 

 

 

daniel
daniel.schmidt@lillika-eden.de
1 Comment
  • Sehr schöner Artikel – es zeigt uns immer wieder, dass es mehr gibt als wegwerfen und neu kaufen und es erinnert mich an meine Oma (1896 geboren) und meine Großtante die fleißige Wiederverwender von Stoffen waren
    Ich habe noch ein Sommernachthemd – gerade aktuell – das super luftig ist und aus verschiedenen Teilen zusammengenäht.
    Damals war es üblich allem eine neue Verwendung zu geben – das es jetzt aus dem Überfluss so eine Bewegung gibt ist doch dann nur folgerichtig – das Krawattenteil ist ein Superbeispiel

    Es freut mich ungemein – eine sehr schöne Arbeit – Gratulation – von mir volle Punktzahl

    Mit herzlichem Gruß

    26. Juli 2016 at 20:24

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