Mode, Kleidung, Stil und andere Fremdwörter.

Mode, Kleidung, Stil und andere Fremdwörter.

Mode, Kleidung, Stil und andere Fremdwörter.

 

Mein letzter Artikel  “Die Deutschen und die Mode” ist ganz gut angekommen, teilweise hat sich der Eine oder Andere auch gefragt: “Warum ist Mode denn so wichtig?”, oder mein Lieblingskommentar: “Warum ist das denn so schlimm? Soll man(n) denn barfuß in die Sommerschuhe?”.

 

Ich werde mal versuchen alles etwas zu definieren, was diese ganzen “Fremdwörter” 😉 angeht, wie Mode & Kleidung usw. und damit zu erklären, warum der ganze Modezirkus doch wichtig ist.

 

Starten tue ich mit einer kleinen Geschichte von mir 😉

 

Ich persönlich habe mich so ab 14 Jahren für Mode interessiert. Was mich fasziniert hat, war die Kleidung von Basketballspielern, Motorcrossfahrern, die Shirts von Baseballspielern oder z.B. die Schuhe von Rennfahrern. Für mich persönlich war und ist die Mode immer ein Umstand von meinen Lebensumständen oder Interessen, womit man sich kleiden will und um z.B. seine Stimmung, Zugehörigkeit oder what ever darzustellen. Mein Geschmack war leider nie sehr günstig.
 
Es gibt eine Geschichte an die ich mich noch sehr gut erinnern kann: Ich war ca. 15 oder 16. Ich hatte in einer Zeitschrift einen hellblauen Trainingsanzug von Nike gesehen (Special Edition, knapp 300 €). Und der einzige Laden der ihn hatte, war in Hamburg, unerreichbare 100 km weit weg. 8 Stunden später, dank Bus & Bahn, war ich im Besitz von dem Anzug – die passenden Sneaker hatte Foot Locker auch (was ein Glück).

 

Die Akzeptanz auf dem Land für auffällige Mode war hingegen sehr gering. Meine Freunde und alle anderen Leute hielten mich für bekloppt soviel Aufwand und Geld für sowas auszugeben. Das ging mir tierisch auf den Sack und meinem Ego gefiel das auch nicht. Kurz darauf hatte ich mit auffällig bedruckten T-Shirts, ein sehr gutes aber kurzweiliges, erstes Modebusiness aufgebaut, um den Leuten zu beweisen das ich nicht der Einzige auf der Welt bin, dem Mode wichtig ist.

 

Das war mal eine kleiner Ausschnitt was Mode für mich bedeutet.

 

Dann gehen wir mal ins Detail der Begriffe.

 

Mode

 

Mode bezeichnet einen bestimmten Zeitraum. Dinge wie z.B. Schlaghosen, Plateauschuhe, bauchfreie Tops usw. waren oder sind alle “in Mode” gewesen. Mode hat nichts mit dem Begriff Kleidung/ Stil/ Style zu tun, da Mode immer als eigenständiger Überbegriff für einen bestimmten Zeitgeist in einem begrenzten Zeitraum steht.

 

Mode kann daher für viele Dinge stehen, sei es Inneneinrichtung, Geschirr, Reisen, Accessoires oder eben ein Kleidungsstück. Ich hoffe ehrlich gesagt, dass nachhaltige Bekleidung aus der Mode kommt und statt dessen lieber zu unserem Zeitgeist wird, der die nachfolgende Generationen prägt.

 

Mehr gibt es zu diesem Punkt nicht zu sagen, da er meiner Meinung nach auch nicht zu viel Beachtung bekommen sollte 😉

 

Kleidung/Bekleidung

 

Kleidung und Bekleidung haben die selbe Bedeutung und sind daher nach Lust und Laune zu benutzen. Kleidung ist ein umfassender Begriff, der die Gesamtheit aller Materialien bezeichnet die den Menschen als künstliche Hülle umgibt. Das Gegenteil dazu wäre die Nacktheit, was ja einige Menschen auch sehr gerne ausleben 😉 Zum einen dient uns die Kleidung zum Schutz vor Umwelteinflüssen wie z.B. Regen, Kälte oder auch vor Gefahren bei der Arbeit wie z.B. Sicherheitsschuhe oder Schnittfeste Hosen.

 

Zum anderen dient uns Kleidung dazu ohne Worte zu kommunizieren. Die Kleidung hat sich in Vergangenheit sehr unterschiedlich entwickelt und tut es noch! Auch Schuhe, Hüte, Handtaschen, Helme gehören zu dieser Wortgruppe Kleidung. Dinge wie Ketten, Ringe oder auch Nippel-Piercings gehören nicht dazu 😉

 

Wie wir durch Kleidung kommunizieren kann ich an Hand eines ganz einfachen Beispiels darstellen. Nehmen wir den Herren von der Strassenbautruppe: Er trägt eine leuchtende & blickende Warnweste und zeigt uns ohne etwas zu sagen: “Bitte fahr langsam und fahr mich nicht um”. Und schon hat er etwas mit seiner Kleidung zum Ausdruck gebracht. Es gibt sehr viele und extrem unterschiedliche Wege sich mit seiner Kleidung auszudrücken.

 

Im Sport zum Beispiel, steht das Trikot vom Spieler für seine Zugehörigkeit zum jeweiligen Team. Oder auch der Fan kann mit dem Trikot des Teams so seine Zugehörigkeit ausdrücken, ohne sich erklären zu müssen.

 

Ähnlich verhält es sich mit Marken. Wenn ich mir Kleidung von O`Neill kaufe, drückt diese Marke für mich aus, das ich Windsport und Surfen lebe.  Wenn ich mir von Lillika Eden Bekleidung kaufe, sage ich damit das mir faire Produktionsbedingungen, Nachhaltigkeit und bewusster Umgang mit Ressourcen nicht egal sind. In den letzten Jahrzehnten kann man leider kaum noch seine Empfindungen durch bestimmte Marken ausdrücken, da diese inzwischen zu breit aufgestellt sind. Allerdings kann man sich durch Kombinationen verschiedener Marken und Accessoires zum Ausdruck bringen.

 

Im Grossen und Ganzen ist Kleidung/Bekleidung eine nonverbale Kommunikation. Für mich persönlich sind die interessantesten Eigenschaften von Kleidung folgende: sozialer Status, Ausdruck des eigenen Stils/Style, Rebellion, Wunsch nach Integration, Gebrauchsfunktionalität, Wohlfühlkomponenten, Ausdruck von Stimmung und Gefühlen und vielen anderen Eigenschaften.

 

Kleidung bedeutet sehr, sehr viel. Leider kann ich nicht alle Komponenten und Gefühle aufschreiben, die diese mitbringt. Aber vielleicht lädt mich jemand ein, dann erzähle ich alles ganz genau 😉

 

Uniformen

 

Die Uniform, des deutschen Liebling. Uniformen sind in den meisten Fällen vorgeschrieben. Sei es bei der Bundeswehr (sehr komplexe Gebilde) oder im Öffentlichen Dienst ( Polizei, Ordnungsamt, Feuerwehr), die verpflichtet sind, diese Uniformen in der Ausübung ihres Dienstes zu tragen. Uniformen finden wir auch bei Piloten, Verbänden oder auch dem Vogelschiessverein.

 

Durch Abzeichen, Orden oder auch individuelle Merkmale, soll die Position, der Dienstgrad oder die Erfahrungen des Uniformierten schnell erkennbar sein. Für aussenstehende ist durch die Uniform sehr schnell Erkennbar zu welcher Organisation der Träger gehört (Polizei, Bundeswehr etc.).

 

Mit dem Tragen der Uniform wird auch der Korpsgeist (Wir-Gefühl) des Uniformträgers ausgebildet und gefestigt.

 

Nach aussen wirkt ein Pilot oder Polizeibeamter oft auf den ersten Blick als eine Autoritätsperson, wodurch seine Aussagen selten in Frage gestellt werden.

 

Für mich persönlich sind Uniformen eine schreckliche Sache, da ich selbst während meines Grundwehrdienstes eine tragen musste und mich in meiner Persönlichkeit & Freiheit beschnitten hat.

 

Stil/Style

 

Diese Begriffe sind für mich am schwersten zu erklären.

 

Der Ausdruck Stil/Style bezeichnet eine “charakteristisch ausgeprägte Erscheinungsform” , sprich die Art und Weise wie etwas getragen wird. Bestes Beispiel, Karl Lagerfeld. Die Art und Weise wie er sich täglich kleidet, ist ein unverkennbarer Stil/Style. Obwohl er nicht jedes mal dasselbe trägt, ist aber dennoch immer dasselbe Erscheinungsbild zu sehen, sei es die Sonnenbrille, schwarze Anzüge, lange graue Haare usw.

 

Ein Stil/Style bezieht sich nicht nur auf die Kleidung, sondern auch auf die Accessoires, Haare oder auch das Make up. Ein Stil/Style ist für mich persönlich dann zu erkennen, wenn dieser Stil der Person die “Mode” überstanden hat.

 

Ende

 

Das war`s von mir, für heute. Was ist für euch Mode oder Bekleidung? Es würde mich sehr interessieren wie ihr über dieses Thema denkt. Oder wie steht ihr zum Thema “Wearables”? Ist das auch nur eine Mode, oder doch mehr?

 

 

 

 

 

daniel
daniel.schmidt@lillika-eden.de
2 Comments
  • Mode ist für mich ein Diktat dem ich mich nicht unterwerfe

    31. Mai 2016 at 16:44
  • Den Artikel gerstern und auch heute finde ich toll, im Sommer wähle ich nicht nur Barfuss in Sommerschuhen sondern auch Barfuss gänzlich ohne Schuh – soviel dazu 🙂 im Großen und Ganzen hast Du auch meine Einstellung zur Mode beschrieben, wobei ich in den letzten Jahren verstärkt auf faire und umweltschonend produzierte Kleidung immer mehr Wert lege, wobei diese wiederrum relativ schwer in den mir zusagenden Schnitten zu bekommen ist. Zu Wearables, wenn hier den Menschen unterstüzende Geräte wie Hörgerät oder Kamera zur Erkennung von Farben gemeint ist, dann bin ich voll dafür … Freu mich scon auf den nächsten Beitrag

    31. Mai 2016 at 16:46

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