Kann man mit Slow Fashion reich werden?

Kann man mit Slow Fashion reich werden?

Kann man mit Slow Fashion reich werden?

Tja, wieder mal so ne dolle Frage über Slow Fashion. Ich sollte mir mal leichtere Artikel ausdenken! Vielleicht schreibe ich demnächst mal über die schönsten Rennstrecken Europas, das gestaltet sich dann doch sehr viel einfacher. Und da gibt es nicht so viel zu diskutieren 😉

 

Aber egal, heute gehts darum, ob man mit Slow Fashion reich werden kann?!

Eins vorweg, klar! Man kann damit reich werden, nur gestaltet sich der Weg dorthin nicht ganz so einfach. Das ist aber in jeder Branche so.

Meiner Meinung nach wird es in der Mode zukünftig nur noch drei Märkte geben: Einmal die Fast Fashion (Pfui), die Premium Fashion (Wie Fast Fashion, nur teurer) und die Slow Fashion (aka Öko Mode oder Nachhaltige Mode). Die Fast Fashion Märkte sind schon gut aufgeteilt und die Branchenriesen lassen dort auch niemanden mehr rein. In der Premium Mode verhält es sich ähnlich, wie in der Fast Fashion. Der Markt ist gut aufgeteilt mit kaum Platz für neue Brands, wobei es hier sicher Nischen gibt, die noch bespielt werden können und wo sich der ein oder andere eine goldene Nase verdienen kann. Bei der Slow Fashion gibt es einfach keine relvanten Modeunternehmen. Selbst Hessnatur (Der Babo in Europa)  mit ihren 70 Millionen Umsatz ist ein Zwerg in der Modeindustrie. Wieviel Geld nun H&M oder C&A mit Ihrer Bio-Bekleidung verdienen, weiß wohl keiner so richtig. Aber diese Unternehmen zähle ich eh nicht zur Slow Fashion, warum auch?

 

Gehen wir mal etwas tiefer in die Slow Fashion und überlegen, ob man da wirklich Geld verdienen kann.

 

Am Anfang steht immer das Produkt, wobei es den Markt (damit meine ich alle Verkauftsoptionen) nicht interessiert, ob das Kleidungstück nun fair hergestellt wurde oder nicht. Nun ja, es gibt ein paar spezielle Marktplätze wie den Avocado Store. Den interessiert es schon, aber dieser ist leider NOCH recht alleine auf dem Slow Fashion Markt.

 

Also muss sich zum Beispiel ein fairer Pullover gegen einen Premium Pullover durchsetzten. Eigentlich ein fairer Kampf, eigentlich. Im Modemarkt setzten sich oft nur die Labels durch, die das nötige Kleingeld & Kontakte haben. Ja, Erfolg ist kaufbar (was für eine Überraschung). Nach diesem Prinzip haben sich z.B. Stella McCartney oder Victoria Beckham erfolgreich auf dem Modemarkt platziert.

 

Das gute an der Slow Fashion Nische ist, dass diese Branche noch sehr jung ist und die Kunden immer mehr Bewusstsein für ihre Kleidung entwickeln. Allerdings sind es noch zu wenige, viel zu wenige, daher muss die Slow Fashion noch sehr viel mehr Pionierarbeit leisten. Leider gibt es keinen Lobbyverband für Slow Fashion, was wohl auch daran liegt, dass die Branche nicht so wirklich organisiert oder verbunden ist. Man muss wissen, dass Modeunternehmer sehr paranoid sind, wenn es um das Teilen von Informationen oder Ressourcen geht, jemand könnte ja was klauen 😀

 

Also aggieren die meisten Slow Fashion Unternehmen für sich alleine und dümpeln so vor sich hin.

 

Ich liebe ja den Gedanken, mit anderen zusammen zu arbeiten! Immerhin kann man so sein Wissen teilen und sehr viel mehr Geld verdienen. Aus diesem Grund machen wir auch Kooperationen, ab dem 20.10. z.B. mit Veganz.

 

Die anderen Branchen haben schon längst verstanden, wie das Mode Business läuft. Und zwar: zusammen. Guckt euch doch mal die Kooperationen von H&M an, diese Kollektionen sind nach ein paar Stunden überall ausverkauft.

 

Was ich damit sagen will: Ja, man kann mit Slow Fashion sehr viel Geld verdienen und dabei noch was Gutes tun! Aber keiner schafft eine Veränderung alleine, es muss sehr sehr bald ein großer Zusammenschluss all der beeindruckenden Slow Fashion Unternehmen entstehen! Und dann können wir den großen Fast Fashion Konzernen auf den Tisch kacken!

 

 

 

 

 

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daniel
daniel.schmidt@lillika-eden.de
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